
Euro 7: Warum Ottopartikelfilter für Werkstätten wichtiger werden
Was Euro 7 für Ottopartikelfilter, Werkstätten und die technische Einschätzung bedeutet.
Wissen rund um Partikelfilter
Am Ende dieses Beitrags steht Ihnen eine kostenlose Checkliste zur Verfügung:
„Asche im DPF entfernen – Diagnose, Ursachen & professionelle Reinigung“ – mit allen wichtigen Punkten zur Erkennung von Ascheablagerungen, Grenzen chemischer Reinigungsmethoden und empfohlene Maßnahmen für eine vollständige Filterregeneration.
Asche ist kein Ruß. Während Ruß aus brennbarem Kohlenstoff besteht, ist Asche ein nicht brennbarer, fester Reststoff. Sie entsteht bei der Regeneration des DPF, also dann, wenn der Ruß im Filter zu CO₂ verbrannt wird.
Hauptsächlich aus Metallverbindungen, z. B. Calciumsulfat, Zinkoxid oder Phosphate.
Diese stammen aus Motoröl- und Kraftstoff-Additiven.
Diese Stoffe sind chemisch sehr stabil und nicht löslich in den milden Reinigern, die in Werkstätten oder als Spray erhältlich sind.
Chemische DPF-Reiniger sind darauf ausgelegt, kohlenstoffhaltige Ablagerungen (Ruß, Ölkohle) zu lösen oder aufzuweichen.
- Calciumsalze
- Zinkoxid
- Phosphate
- nicht brennbar
- chemisch stabil
- nicht löslich in handelsüblichen Reinigern
Die Asche ist dafür zu widerstandsfähig. Kein Reiniger kann sie chemisch „auflösen“, weil sie schlicht nicht reagiert – sie ist bereits das Endprodukt einer Verbrennung.
Quelle (EPA):
https://www.epa.gov/sites/default/files/2016-03/documents/420f10029.pdf
Ein Dieselpartikelfilter funktioniert nach dem sogenannten Wandstromprinzip:
Die Poren dieser Wände sind winzig – im Bereich von etwa 10 Mikrometern (0,01 mm).
Zudem sammelt sich Asche am Auslassende der Kanäle als Pfropfen.
Bei Sprühreinigungen im eingebauten Zustand – z. B. über den Temperatursensoranschluss – gelangt das Mittel nicht gleichmäßig in alle Kanäle. Selbst wenn es die Asche anlösen könnte, gäbe es keinen Weg, sie physisch aus dem Filter zu spülen.
Unabhängige Untersuchungen zeigen:
Quelle (DieselNet – technische Untersuchungen):
https://dieselnet.com/tg
Diese Zahlen machen den Zusammenhang eindeutig belegbar.
DPF-Reiniger lösen nur kohlenstoffhaltige Ablagerungen wie Ruß oder leichte Ölkohle.
Asche dagegen ist bereits das Endprodukt einer Verbrennung.
Es gibt keine chemische Reaktion mehr, die diese Partikel auflösen könnte.
Der DPF arbeitet nach dem Wandstromprinzip (Wall-Flow):
Abwechselnd geschlossene Kanäle
Abgase strömen durch die porösen Keramikwände
Darin bleiben Ruß und Asche hängen
Relevante Materialdaten:
Porengröße: 10–20 µm
Porosität: ca. 45–50 %
Material: Cordierit oder Siliziumkarbid
Flüssige Reiniger fließen durch die Poren
Aschepartikel und Agglomerate passen nicht hindurch
Am Kanalende bilden sich zusätzliche Aschepfropfen
Sprüh- oder Additivreiniger erreichen diese Bereiche nicht. Sie können die Asche weder auflösen noch ausspülen.
Aktive Regeneration erhitzt den DPF üblicherweise von ca. 280 °C auf ~580 °C, damit Ruß oxidiert.
Asche bleibt vollständig zurück.
Quelle (DieselNet – technische Untersuchungen):
https://dieselnet.com/tech/cat_substrate.php
Damit Asche vollständig entfernt wird, muss der Filter ausgebaut und mechanisch gereinigt werden.
Dabei kommen professionelle Verfahren wie die hydrodynamische Reinigung zum Einsatz:
hydrodynamische Reinigung
Druckpulse / Gegenspülung
Ultraschallunterstützung (je nach Gerät)
Messprotokoll vor/nach Reinigung
Dies entspricht den Empfehlungen der Umweltbehörden:
„To remove ash, the DPF must be removed from the vehicle and cleaned using specialized equipment.“
Quelle (EPA):
https://www.epa.gov/sites/default/files/2016-03/documents/420f10029.pdf
Laut Statistik Austria:
In Österreich sind über 1,9 Mio. Diesel-PKW zugelassen
Oberösterreich gehört zu den Bundesländern mit dem höchsten Dieselanteil
Durchschnittliche Jahresfahrleistung Diesel-PKW: ~17.000 km
Quelle:
https://www.statistik.at/
Diese Fahrprofile führen zwangsläufig zu zunehmender Aschebeladung.
Fazit:
Chemische DPF-Reiniger können Ruß und Ölrückstände aufweichen, aber keine Asche entfernen.
Das liegt an:
1. der chemischen Stabilität der Asche (unlöslich, nicht brennbar)
2. der physikalischen Struktur des Filters (Wandstromsystem mit winzigen Poren)
Wer also eine nachhaltige und vollständige Reinigung des Filters möchte, braucht ein technisches Reinigungsverfahren – nicht eine chemische Lösung.
Chemische Reiniger:
können Ruß anlösen
können leichte Ölkohle entfernen
können aber keine Asche entfernen
Der Grund:
Asche ist chemisch inert
Die physikalische Filterstruktur blockiert sie
Regeneration verbrennt Ruß, aber keine Asche
Nur Ausbau + physikalische Reinigung entfernt Asche zuverlässig
Für eine nachhaltige Filtergesundheit ist daher eine mechanische Reinigung unverzichtbar.
Asche im DPF entfernen
– Häufige Fragen zur DPF Reinigung
Asche besteht aus anorganischen Metallverbindungen wie Oxiden und Sulfaten. Diese Stoffe sind chemisch stabil und reagieren nicht mit den milden alkalischen Reinigern, die für DPF-Sprays verwendet werden. Chemische Reiniger können daher Ruß lösen, aber keine Asche auflösen.
Ruß besteht aus brennbarem Kohlenstoff, der bei der Regeneration im DPF zu CO₂ verbrennt. Asche dagegen sind nicht brennbare Rückstände aus Motoröl- und Additiven. Sie bleibt auch nach jeder Regeneration im Filter zurück und sammelt sich dort dauerhaft an.
Diese Reinigungen erreichen den Filter nur einseitig über Sensoranschlüsse. Dadurch wird nur ein Teil der Kanäle benetzt, während die meisten Aschepfropfen fest in den Filterwänden sitzen. Das Ergebnis ist meist nur eine kurzfristige Verbesserung, bevor sich der Filter erneut zusetzt.
Nur durch ein physikalisches Verfahren bei ausgebautem Filter, z. B. durch hydrodynamische Reinigung mit Wasser, Druckluft und Ultraschall. Diese Methode spült die Asche vollständig aus allen Kanälen und stellt die ursprüngliche Durchflussleistung wieder her.
In der Regel nicht, solange das Produkt korrekt angewendet wird. Allerdings kann häufige oder unsachgemäße Anwendung zu Feuchtigkeitseinlagerungen oder Sensorproblemen führen. Da die Asche im Filter verbleibt, ist der Nutzen begrenzt und eine professionelle Reinigung langfristig die bessere Lösung.
Kostenlose Checkliste
DPF-Checkliste: Asche erkennen, chemische Reiniger richtig einschätzen und effektive Reinigungsmethoden anwenden.
Stand: März 2026 – Angaben ohne Gewähr, Werte können je nach Dieselfahrzeugen variieren.
Fachlicher Ansprechpartner bei DPF Cleaners e.U. (Linz, OÖ), seit 2019 spezialisiert auf Abgasnachbehandlung (DPF/Partikelfilter, SCR).
Grundlage: dokumentierte Aufträge inkl. Messwerten vor/nach Reinigung, Fotodokumentation und Reinigungszertifikat.
Fokus: technische Einordnung, reproduzierbare Prozesslogik und praxistaugliche Vorgehensweisen für Werkstätten & Fuhrparks.
Kontakt: office@dpf-cleaners.at | +43 664 99216888
DATENBASIS DIESES ARTIKELS
Praxisdaten aus dokumentierten Aufträgen (Messwerte vor/nach Reinigung, Fotodokumentation, Reinigungszertifikat)
Werkstatt- und Flottenpraxis: typische Fehlerbilder, Ursachenketten und Abgrenzung Reinigung vs. Regeneration vs. Austausch
Sofern angegeben: Herstellerinformationen und öffentlich zugängliche technische Quellen (im Beitrag verlinkt)
Hinweis: Werte und Vorgehensweisen können je nach Fahrzeug, Herstellerfreigaben und Einsatzprofil abweichen.

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Ein Dieselpartikelfilter (DPF) hält Rußpartikel aus dem Abgas eines Dieselmotors zurück. Bei der Regeneration wird Ruß abgebaut; Asche bleibt im Filter. Ob eine Reinigung sinnvoll ist, hängt deshalb auch vom Zustand und der Art der Ablagerungen ab.
Aschebeladung bezeichnet die Ansammlung nicht brennbarer Rückstände im Dieselpartikelfilter. Anders als Ruß wird Asche bei der Regeneration nicht abgebaut. Bei einem belasteten Filter sind daher sein Zustand und die Möglichkeit einer fachgerechten Reinigung zu prüfen.
Cordierit ist ein keramischer Werkstoff, der unter anderem für Partikelfilter verwendet wird. Der Name bezeichnet das Material und nicht die Beladung oder den Zustand eines Filters.